Lied vom Scheitern

Nein liebe Leser, es geht hier nicht um den gleichnamigen Song von „Die Ärzte“. Ich war so mutig und habe mich an Arch Linux herangetraut.

Aufmerksam geworden durch GNU/Linux.ch habe ich es erst in einer VM versucht und mich dabei vor allem an die Hilfe aus dem Wiki gehalten.

Einiges ist dort nicht so ganz aktuell, z.B. muss inzwischen dm-crypt Kernel Modul nicht mehr geladen werden (übrigens keine tolle Idee, mit Verschlüsselung in einer VM zu experimentieren) und auch andere Anleitungen sind im englischen Original aktueller. (Soll ja Leute geben die english besser verstehen als ich.)

Letztlich war die Installation erfolgreich und ich konnte mich mit dem Paketmanager pacman, grafischen Frontends wie pamac, octopi und dem Arch User Repository (AUR) auseinandersetzen. Ein interessantes Konzept, werden hier doch nicht fertig kompilierte Pakete, wie in anderen Distributionen üblich, bereitgestellt sondern „…eine Sammlung von Paketbau-Anleitungen (den PKGBUILDs) anhand derer Programmpakete für Arch Linux erstellt werden können…

Heißt, es werden in Arch Linux und den darauf basierenden Distributionen wie Manjaro neben fertig kompilierten Paketen vor allem Scripte bereit gestellt, die beim Installieren von Software diese downloaden und nach eben diesen Anleitungen kompiliert werden. Das klappt nicht immer bei jeder Anwendung, ist manchmal recht zeitaufwändig, bietet aber eine Vielzahl von sehr aktuellen Versionen. Alternativ kann aber auch das chaotic-aur eingebunden werden, womit auf jede Menge bereits kompilierte Pakete und Aktualisierungen zugegriffen werden kann

Hierzu empfehle ich auch den Artikel Paru, Pacaur oder Yay? Der beste AUR-Helper? aus Christoph Langner’s Blog „Linux und ich“.

Ausdrücklichen Dank allgemein der Community im Chat von gnulinux.ch und dort im Besonderen orloff und Prof P. Ohne deren Hilfe hätte ich wohl schon sehr zeitig aufgegeben.

Nun nach einigen Tests in der VM habe ich mich dann ans Blech gewagt.

Hier liegt noch ein altes Lifebook A357. 2019 erworben, ging der Monitor exakt nach Ablauf der Garantie kaputt. Wie heißt es so schön „Wer billig kauft kauft zwei mal“.

Nun ja abgesehen vom Display ist das Teil aber noch zu schade um hier zu vergammeln. Mit 32GB RAM üppig ausgestattet, einem Core i3 und einer 250GB SSD kann es per KVM Switch und externem Monitor noch gut als Zweitrechner herhalten.

Also los, USB Stick erstellt, gebootet und los gings. Diesmal aber mit Verschlüsselung der Festplatte und vielen Stolpersteinen. Immer wenn ich glaubte ein „Herausforderung“ gelöst zu haben, ergaben sich gleich wieder neue Fragen.

Irgendwann war das Arch dann installiert, irgendwann lief auch KDE und irgendwann hatte ich jede Menge Software installiert.

Ich bevorzuge bei solchen Tests KDE, um einen Vergleich mit mir bekannten Distributionen zu haben. Und KDE ist nun mal der mir seit vielen Jahren vertraute Desktop meiner Wahl.

Aber weder das neue pipewire Soundsystem gab einen Ton von sich, noch wollte die onboard intel Grafikkarte, eigentlich unter Linux stets problemlos, mit Hardwarebeschleunigung arbeiten wie gewünscht. Irgendwie fühlte sich alles so zäh an und nicht nach einem System mit dem man arbeiten will.

Aber, um einmal linuxkurs.ch zu zitieren „…Nimm dir bitte für jeden Abschnitt genügend Zeit und erwarte nicht, dass alles auf Anhieb funktioniert. Jede schwierig erscheinende Situation wird dir helfen, nachhaltig Wissen aufzubauen, sobald du sie erfolgreich gemeistert hast….

Zeit habe ich mir genommen, einige Tage Urlaub, viele Stunden am Rechner, intensive Nachfrage in Chats. Versuch um Versuch. Nun ist Arch aber eben kein System für Einsteiger und auch bei fortgeschrittenen Anwendern, die mit dieser Distribution noch keine Erfahrung haben sind Probleme unausweichlich und vielleicht muß man Arch auch nicht auf diese Weise kennen lernen.

Zum Vergleich auch mit Ubuntu hat man kein Debian aber ein darauf basierendes System und so lernt man auch mit Ubuntu vieles über Linux im allgemeinen und Debian im speziellen kennen, wenngleich es auch hier viele Unterschiede gibt.

Wie ich das umgesetzt habe erzähle ich euch im nächsten Teil.

arch’ige Grüße DxU

die Zeit bleibt stehn

zum Glück nur im Panel von KDE4

Vielleicht kennt der eine oder andere Leser ja das Problem.

Mitten bei der Arbeit bleibt die Uhr im KPanel stehen, Popupnachrichten aus Panel tauchen nicht mehr auf oder frieren ein, Arbeitsflächenumschalter, K-Menü, Schnellsarter und anderes mehr lässt sich nicht mehr bedienen, gerade geschlossene Programme werden in der Fensterleiste weiter angezeigt, lassen sich dort nicht mehr managen usw.usf.

Mauszeiger reagiert aber weiter und Programmfenster lassen sich nach wie vor bedienen. Nach wenigen Sekunden oder auch mal nach einer halben Minute ist alles wieder ok.

Der Schuldige heisst hier oft Akonadi. Bei jeder Indizierung lässt er die KDE-Leisten einfrieren. Interessanterweise tauscht das Problem Berichten zu folge aber nur in der KDE Version von Ubuntu auf, andere Distributionen kennen das Phänomen wohl nicht.

Nun, wer Akonadie nicht benötigt, so wie ich, für den gibts einen recht einfachen Workaround.

  • Wechsele wenn noch nicht geschehen in dein HOME-Verzeichnis
  • ändere in der Datei .config/akonadi/akonadiserverrc den Wert für StartServer= von true auf false
  • öffne eine Konsole und stoppe für die aktuelle Sitzung der Dienst mit akonadictl stop

unproblematische Grüße DxU

geteilte Terminals

Ach du Schreck, eben stelle ich fest, dass hier ja schon seit Dezember nix mehr passiert ist, na dann wird’s ja höchste Zeit.

Ok also zum wieder eingewöhnen, erstmal was kleines. Ihr kennt ja sicher meine Vorliebe für gruppierte, getabbte und geteilte Fenster. Gerade KDE 4 bringt da ja sehr viel in dieser Richtung. Durch Zufall habe ich erst jetzt mitbekommen, dass schon in KDE 3  yakuake (ein stets presentes vom bei Bedraf ausfahrbahres KDE Terminal) die Möglichkeit bietet, ähnlich wie Konqueror mehrere Fenster nicht nur durch neue Tabs sondern auch durch mehrfaches horizontales und vertikales Teilen darzustellen, wie im Screenshot zu sehen.

Klick auf das Bild für größere Ansicht

Ein Rechtsklick auf den Namen des aktullen Tabs unten bietet das Menü wie hier zu sehen

Klick auf das Bild für größere Ansicht

Ein spezielles Terminal für geteilte Konsolenfenster, hier noch kurz erwähnt ist Terminator, eigentlich ein gtk Programm hier in einer älteren Version auch unter KDE3

Klick auf das Bild für größere Ansicht

So das wars dann auch schon wieder.

Viel Spaß beim ausprobieren wünscht DxU

Nachtrag: statt Rechtsklick auf den Tabnamen kannst du auch einen längeren Klick auf das Plus Symbol daneben ausführen und bekommst das gewünschte Menü.

Leipzig und Berlin

…waren die Orte der zwei großen Ubuntu-Events in den letzten Wochen.

Und ehe das nächste große Spektakel beginnt, will ich zu den vergangenen noch kurz meinen Senf hier dazugeben.

Also, im letzten Post angekündigt , nun inzwischen Geschichte, fand von 15. bis 17.10.2010 die inzwischen 4. (nach Krefeld 07 und Göttingen 08/09) Ubucon diesmal an der Uni Leipzig  statt. Nun am Freitag  Mittag startete Waldstepper samt Familie und mir Richtung Leipzig. Genauer gesagt nach Quering zu einem tollen Bauernhof, auf dem wir zwei Nächte übernachteten. Und um es gleich vorweg zu sagen, erwartet haben wir dort „nur“ eine Übernachtungsmöglichkeit, erlebt haben wir eine große Gastfreundschaft, fürstliche Bewirtung und spannende Gespräche. So war der Aufenthalt dort ein unerwartetes Highlight unseres Tripps nach Leipzig, wir erlebten neben dem großen Wachhund, Ziegen, Schafe, Hühner und mehr. Nicht nur dass ich von letzteren auch die ersten grünschaligen Eier zum Frühstück serviert bekam, ich wußte ja bis dato garnicht dass es grüne Hühnereier überhaupt gibt. 😉

An dieser Stelle also nochmal ein besonderes Dankeschön an unsere Gastgeber Sibylle und Micha für die 3 schönen Tage.

Nun schliesslich gings nachmittag noch kurz zur Ubucon, als wir ankamen, war die Begrüßungsveranstaltung gerade vorbei und „Speakers Corner – Lightning Talks“ fiel wohl aus mangels Vortragenden. Wir holten unsere Namenschilder und Ubuntutassen und führten erste kleine Gespräche mit anderen Teilnehmern der Ubucon

Samstags nach einem üppigen Frühstück viel zu spät los, schafften wir dann doch noch ein paar Vorträge. Z.B. lauschten wir Blizz zum Thema KDE 4, hörten einiges zu Netzwerken, lernten „Helfer der Kommandozeile“ (besser) kennen und anderes mehr.

So setzte sich auch der Sonntag mit mehreren spannenden Vorträgen fort u.a. ein Blick über den Ubuntu-Tellerrand mit einem Rückblick auf die UNIX-Entwicklungsgeschichte und einem Vergleich von Linux und der BSD-Familie.

Nach einem kurzem Abstecher in ein Irish-Pub in der Leipziger Innenstadt gings dann nachmittags wieder zurück nach Berlin, auf einer zum Glück weitgehenden staufreien Autobahn 😉

Ein Woche später, dann gabs in Berlin wieder eine Releaseparty anlässlich des Erscheinens von Ubuntu Maverick Meerkat.Version 10.10, erschienen am 10.10.10 und dazu gabs die 10. Releaseparty in Berlin. Yo Man

am 23.10. in der c-base

Es gab wieder tolle Vorträge, zu den Neuerungen in der aktuellen Release, zu KDE 4.5.2, zum Datenbankprogramm Base aus der OpenOffice.org, zum Gehörbildungsprogramm Solfege zu freien Projekten wie identi.ca, Openstreetmap, Diaspora, libre.fm, OpenEtherpad und anderen mehr.

Abschliessend gab es eine spannende Talkrunde.

Zufällig habe ich dabei ein tolles X-Terminal kennengelernt: Terminator. Und meine Affinität zu getabbten und geteilten Fenstern, kennen ja inzwischen sicher so einige der Leser. 😉

freie Grüße mit freier Software, DxU.

P.S. nach übereiltem Upgrade auf die aktuelle Version an Laptop und Netbook, habe ich den Laptop jetzt wieder mit Lucid Lynx 10.04 neu installiert (und zum Glück vorher $HOME gesichert). IMHO bringt Maverick nicht so viele Neuerungen, die ich unbedingt bräuchte. Zum Teil kann ich diese auch in Lucid per zusätzlicher Repositories einrichten. Im Gegensatz dazu funktionierten aber einige essentielle Tools nicht mehr. So kann ich unter Maverick, zwar noch an einem der beiden Rechner Bluetooth verwenden und UMTS per Kabel klappt auch, aber beides zusammen , also UMTS über ein per Bluetooth verbundenes Handy, war nicht mehr möglich.

Auch funktionierte plötzlich das dekodieren von OTR Files nicht mehr. Ich nutze als Frontend zum dekodieren und schneiden OTR-Verwaltung, dessen Versagen oder der dahinter werkelnden Tools ich aber nich tiefergehend geprüft habe.

Auch konnte mich die neue Unity Oberfläche als Ersatz für die bisherige Netbookedition nicht überzeugen. So werde ich dort auch wieder zur LTS Version zurückkehren und bei der Gelegenheit vielleicht mal auch auf diesem kleinen Desktop das „normale“ Gnome oder mal ganz was anderes testen.

so jetzt aber raus mit diesem Post 😉

„ubuntu Kino Trailer“

Das Thema Desktop-Demo lies mir ja lange keine Ruhe. Ich hatte ja bereits ein Video gemacht, das meinen KDE-Desktop mit Compiz in Aktion zeigte, aber das Video war recht lang, fast 8 Minuten, und so spukte mir noch immer die Idee eines viel knackigeren Videos im Kopf herum, das schnell, kurz und prägnant auf den Punkt kommt.

Das Thema Desktop-Demo lies mir ja lange keine Ruhe. Ich hatte ja bereits ein Video gemacht, das meinen KDE-Desktop mit Compiz in Aktion zeigte, aber das Video war recht lang, fast 8 Minuten, und so spukte mir noch immer die Idee eines viel knackigeren Videos im Kopf herum, das schnell, kurz und prägnant auf den Punkt kommt. Ich träumte von einem Ideal, einem ultimativen Screen-Demo, welches wie ein Kinotrailer funktionieren sollte. Mit entsprechender Musik untermalt und einer sich stetig steigernden Dramaturgie in Bild und Ton, die sich schließlich in ein bombastisch triumphales mit Euphorie getränktes Finale steigert und mit einem Gänsehauteffekt regelrecht abhebt und schließlich mit einem WOW-Effekt endet, also alles auffährt, um mit den Emotionen des Betrachters zu spielen.

Die passende Musik war sehr schnell gefunden. Nun musste ich also nur noch eine Choreographie erarbeiten, die zur Musik passte. Das war gar nicht so einfach, denn es gibt so viele Dinge, die man mit Compiz zeigen könnte. Der Trailer allerdings würde nicht länger als 4 Minuten werden und diese Zeit wird sehr schnell knapp, wie ich feststellen musste. Ich probierte verschiedene Dinge aus und konzentrierte mich dann auf die wesentlichen Fensterfunktionen unter Compiz, also die Dinge des alltäglichen Umgangs. Spielereieffekte sind zwar schön anzusehen, wenn man sie nicht kaputt konfiguriert hat, zeigen aber nicht so ganz den praktischen Nutzen und Gewinn, den Compiz im täglichen Umgang zu bieten hat. So beginnt der Trailer relativ ruhig, was der Steigerung der Dramaturgie sehr zugute kommt. Natürlich gipfelt das ganze beim Compiz-Klassiker, der Würfeldarstellung.

Die Choreographie stand also und nun musste ich diese nur noch einstudieren und üben. Das klingt jetzt vielleicht seltsam, aber das war wirklich nötig, da ich möglichst ohne Schnitte oder Schwarzblenden auskommen wollte. Der Trailer sollte aus einem Guss bestehen. Die Musik im Kopf und eine Timeline auf Papier, musste also jeder Klick an Ort und Zeit perfekt sitzen, damit am Ende Bild und Tonspur auch zusammen passten. Ging nur ein Klick daneben, musste ich die Aufnahme komplett wiederholen. Das hat mich eine ganze Weile beschäftigt, und ich glaube, es hat noch nie jemand so oft und laut geflucht, nur weil er einen Fensterrahmen nicht mit dem ersten Klick erwischt hat.

Irgendwann aber waren die Bilder im Kasten, wie man so schön sagt. Der Rest war dann nur noch Soundbearbeitung und Schnitt für die Titel-Clips vor und nach dem Trailer. Und nun ist er fertig. Es ist sicher noch nicht das Maximum, was man emotional aus diesem Thema herausholen kann, aber für mich ein gutes Stück auf dem Weg dahin. Viel Spaß also mit dem Video.

Das Ganze liegt bei youtube in fullHD vor (1080p25), wer also über eine flotte Hardware verfügt, sollte sich das ruhig direkt bei youtube in einer möglichst hohen Auflösung in Fullscreen ansehen. Wer Bewertungen oder Kommentare hinterlassen möchte, kann dies gern direkt bei youtube tun: http://www.youtube.com/watch?v=NuZcYh0XbMM

Bis zum nächsten Post…

Bugs

Flackernde Bilder bei Screencasts mit Compiz

Vielleicht seid Ihr mal selbst auf folgendes Problem gestoßen: Ihr wollt einen Screencast mit aktiviertem Compiz aufnehmen, benutzt dazu recordmydesktop bzw. RecordItNow und habt am Ende jede Menge flackernde und zuckende Bilder im Video, die ihr niemandem mehr präsentieren wollt. Das ist frustrierend, aber es gibt eine Lösung.

Vielleicht seid Ihr mal selbst auf folgendes Problem gestoßen: Ihr wollt einen Screencast mit aktiviertem Compiz aufnehmen, benutzt dazu recordmydesktop bzw. RecordItNow und habt am Ende jede Menge flackernde und zuckende Bilder im Video, die ihr niemandem mehr präsentieren wollt. Das ist frustrierend, aber es gibt eine Lösung.

Ich habe die Lösung einmal versuchsweise per Screencast erklärt. Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte und ein Film noch viel viel mehr. Um es kurz zu machen: Es geht um das Abschalten der Allow-Flipping-Option in den NVIDIA-Settings. Wie und wo das genau geht und was für Auswirkungen das Ganze hat, könnt Ihr im folgenden Screencast sehen.

Ich hoffe, dass das Medium Screencast hier auf SenderX gut ankommt. Ich kann mir gut vorstellen, Lösungen und Tipps des öfteren auf diesem Wege zu vermitteln.

Bis zum nächsten mal.

Bugs

Neuer Gastautor und Tipp für mehr Speed mit Plasma-Desktop

Hallo, bevor ich als erster Gastautor dieses Blogs meinen Senf zum Thema abgebe, möchte ich mich doch erst mal vorstellen. Meine Name ist David, in der Welt auch noch bekannt als Velo, Frodo oder Bugs, wobei Velo eigentlich gar nicht mehr aktuell ist. Vergesst also Velo! 😉

Hallo, bevor ich als erster Gastautor dieses Blogs meinen Senf zum Thema abgebe, möchte ich mich doch erst mal vorstellen. Meine Name ist David, in der Welt auch noch bekannt als Velo, Frodo oder Bugs, wobei Velo eigentlich gar nicht mehr aktuell ist. Vergesst also Velo! 😉

Für diesen Blog und die ubuntu-Community werde ich wohl „Bugs“ bevorzugen. Woher der Name stammt, erzähle ich vielleicht ein andermal. Er hat jedenfalls nichts mit Computerbugs zu tun und auch nichts mit Wolfgang Back. Und NEIN, ich sitze hier NICHT im Hasenkostüm vor meiner Tastatur. *g*

Ich bin seit gut vier Jahren mit (K)ubuntu unterwegs. Eigentlich wollte ich es mir nur mal ansehen, aber aus dem Ansehen wurde dann ein sofortiger Umstieg, den ich bis jetzt nicht bereut habe. Im Gegenteil.

DxU kenne ich schon seit Jahren. So lange, dass er mir manchmal wie ein „kleiner großer Bruder“ vorkommt, obwohl wir uns lange nicht mehr gesehen haben. Hm, sollte man mal wieder ändern. Angefangen hatten wir mal mit AMIGA und Video, man das waren Zeiten, und später verirrten wir uns im Dschungel der PC- und Windows-Welt, doch wie durch ein Wunder haben wir beide unabhängig voneinander die Freiheit wieder entdeckt.

Soweit zu mir. Man möge mir die kurze Ausschweifung verzeihen. Nun zum eigentlichen Thema.

Neulich durchwühlte ich einmal mehr die Foren im Web, was ich eigentlich genau suchte, weiß ich gar nicht mehr, da stieß ich auf interessante Informationen bezüglich des Plasma-Desktops und dessen Performance. Viele User beklagen sich, dass Plasma ja nett aussehe, aber doch sehr schwerfällig wirke. Animierte Plasmoiden oder auch die Icons im Plasmoid Ordneransicht ließen sich nur ruckelig und spürbar verzögert bewegen. Ich selbst kann dies ein wenig bestätigen, mein alter Arbeits-PC kommt zwar soweit gut zurecht, doch hier und da merkt man doch, dass er ganz schön zu ackern hat, wenn es um Plasma geht. Da reicht oft eine Message in Kopete, was das Kopete-Icon im Plasmoid Fency Tasks (einer Mac ähnlichen Taskbar) blinken lässt und schon scheint der ganze Rechner nur noch mit halber Kraft zu laufen. Auch das von vielen beschriebene Phänomen der plötzlichen Plasma-Abstürze (schwarzer Hintergrund) begegnete mir des öfteren. Mit Quanta+, einer Webentwicklerumgebung, passierte das immer. Ich musste Quanta nur beenden und schon stürzte Plasma zuverlässig ab und kam manchmal nicht einmal mehr selbst wieder hoch.

Nun stieß ich also in einem Forum auf einen mir zunächst etwas mysteriös wirkenden Hinweis, wie sich die Leistung von Plasma-Desktop dramatisch steigern ließe. Interessant. Ich suchte daraufhin weiter nach anderen Beiträgen, die diesen Lösungsansatz bestätigen würden und wurde schnell fündig.

Worum geht es nun genau?

Plasma hat offensichtlich verschiedene Methoden, mit dem Grafiksystem zu kommunizieren. Die Standard-Methode ist wohl nicht die schnellste, aber die am längsten erprobte, aber es gibt auch eine alternative Technologie, die sich in der Entwicklung befindet und noch als experimentell bezeichnet wird. Diese ist deutlich schneller. Sie ist bereits in den aktuellen Systemen integriert und standardmäßig deaktiviert. Um Plasma nun auf die Beine zu helfen, kann man wie folgt vorgehen:

Man öffne mit [Alt]+[F2] den Programmstarter (Konsole sollte auch funktionieren) und gebe folgende Befehle ein:

(Achtung: Ab KDE 4.3.x heißt „plasma“plasma-desktop“! Nicht verwirren lassen!)

>

bis KDE 4.2.x:

[Alt]+[F2]

kquitapp plasma
# beendet plasma, der Bildschirm hinter den Fenstern wird schwarz
#

[Alt]+[F2]

plasma -graphicssystem raster
# startet plasma mit der alternativen Methode
#

>

ab KDE 4.3.x:

[Alt]+[F2]

kquitapp plasma-desktop
# beendet plasma-desktop, der Bildschirm hinter den Fenstern wird schwarz
#

[Alt]+[F2]

plasma-desktop -graphicssystem raster
# startet plasma-desktop mit der alternativen Methode
#

Ich habe das Ganze natürlich ausprobiert und denke, dass ein gewisses Gefühl von gewonnener Geschwindigkeit nicht nur auf eventuelle durch Erwartungen genährte Suggestionen zurückzuführen ist. Mein Arbeitsrechner schwitzt nun weniger, wenn Icons in Fency Tasks blinken und auch das Plasmoid Web Snippet, ein Mini-Browser reagiert extrem viel schneller auf Linkklicks. Vorher legte er scheinbar ein paar Bedenksekunden ein, ehe er dem Link dann folgte und die neue Seite zeigte, nun reagiert er eigentlich ganz normal, wie ich das auch beim normalen Browser gewohnt bin. Das beste aber, Quanta+ reißt mir den Plasma-Desktop nicht mehr ein!

Mein großes Multimedia-System im Wohnzimmer zeigt so direkt keine extremen Verbesserungen. Der Rechner dort ist einfach schnell genug, so dass die Schwächen von Plasma kaum auffielen. Was dort aber auffällt ist ein deutlich beschleunigter Bootvorgang, genau in der Endphase, in der Plasma geladen wird. Mein Arbeitsrechner scheint aber wie immer zu booten.

Die Vorteile können also variieren. Es ist auch möglich, dass bestimmte Grafikchips besonders profitieren und andere (dank guter Treiber) auch mit der Standard-Variante gut zurecht kommen. Wenn man den Beiträgen in den Foren Glauben schenkt, dann sind durch diesen Trick besonders große Leistungssteigerungen mit Grafikchips von Intel möglich. Nvidia dagegen lief zumeist auch vor der Änderung schon recht flott, konnte aber in Details auch gewinnen. Meine beiden Systeme laufen beide mit Nvidia und beim alten Arbeits-PC sind deutliche Verbesserungen zu spüren.

Eine dauerhafte Lösung?

Niemand möchte natürlich nach jedem Systemstart Plasma erst mal manuell raus schmeißen und mit den zusätzlichen Parametern neu starten. Keine Sorge, das muss auch niemand. Es gibt einen einfachen Weg, Plasma dazu zu überreden, standardmäßig diese alternative Methode zu nutzen. Der Plasma-Desktop wird beim Systemstart von KDE über eine .desktop-Datei im Ordner /usr/share/autostart aufgerufen. Diese Datei kann man editieren und diese Lösung so dauerhaft machen. Am einfachsten geht das mit einem Editor (hier nano) in der Konsole:

(Achtung: betreffende Dateien und Einträge können „plasma“ oder „plasma-desktop“ heißen, je nach KDE-Version (siehe oben). Hier im Beispiel: plasma-desktop)

sudo nano /usr/share/autostart/plasma-desktop.desktop [Enter]
[sudo] password for user:

Es öffnet sich nun die .desktop-Datei in der Konsole:

[Desktop Entry]
Exec=plasma-desktop
X-DBUS-StartupType=wait
Name=Plasma Desktop Workspace
Type=Service
X-KDE-StartupNotify=false
OnlyShowIn=KDE;
X-KDE-autostart-phase=0
X-Ubuntu-Gettext-Domain=desktop_kdebase-workspace
.

Wichtig für uns ist die Zeile:

Exec=plasma-desktop
.

Diesen Eintrag ergänzen wir wie folgt:

Exec=plasma-desktop -graphicssystem raster
.

Die komplette Datei sollte dann so aussehen:

[Desktop Entry]
Exec=plasma-desktop -graphicssystem raster
X-DBUS-StartupType=wait
Name=Plasma Desktop Workspace
Type=Service
X-KDE-StartupNotify=false
OnlyShowIn=KDE;
X-KDE-autostart-phase=0
X-Ubuntu-Gettext-Domain=desktop_kdebase-workspace
.

Mit [Strg] + [O] speichern wir die Datei ab. Der Pfad zum Speichern wird unten noch einmal angezeigt, den wir nur noch mit [Enter] bestätigen müssen. Mit [Strg] + [X] verlassen wir Nano. Die Konsole kann dann geschlossen werden.

Nun wird der Plasma-Desktop dauerhaft bei jedem Systemstart mit der alternativen Methode gestartet. Sollte es Probleme geben (nicht vergessen, das Ganze ist experimentell), Plasma oder gar KDE nicht mehr starten wollen, kann man im Extremfall in die Shell booten und mit Nano das Ganze, wie eben beschrieben, durch das Entfernen der zusätzlichen Parameter wieder zurücksetzen. Ein erneuter Systemstart sollte dann Plasma wieder in der Standard-Variante starten.

Zu dem Thema habe ich sogar noch ein YouTube-Video gefunden:

Am Ende noch einmal der Hinweis: Es ist experimentell! Es KANN Besserung bringen, muss aber nicht. Ausprobieren auf eigene Gefahr! 😉

Bis zum nächsten Mal…

Bugs

KDE4 – Besserungen und Stolpersteine

Wie angekündigt hier noch ein Posting zu meinen aktuellen Gehversuchen mit KDE4. Inzwischen gabs am Laptop eine erneute Testinstallation, diesmal gleich gefolgt vom Einspielen der aktuellen KDE 4.5 Pakete. Und mein erster Eindruck, KDE verhält sich auch auf meinem System nun stabiler.

Zunächst nochmal ein paar Zeilen zu Tabs im Konqueror und in KDE4.

Eine meiner ersten Anpassungen nach der Installation, war der Wechsel von Dolphin zu Konqueror als Standard-Filemanager (Systemeinstellungen | Erscheinungsbild und Verhalten der Arbeitsfläche | Standard-Komponenten | Dateimanager)

Konqueorer starte ich mit dem Profil ‚Dateiverwaltung‘. Hier tritt bereits ein erstes Problem auf. Gewöhnt aus KDE 3 Zeiten will ich auch hier (über den Menüeditor) Konqueror die Tastenkombination ‚Meta+E‘ (ja liebe M$ Jünger, der Windows-Explorer hört ebenfalls auf ‚Win+E‘) hinzufügen, dieses Zuweisen ist auch in KDE4 möglich nur startet eben der Konqueror nicht per Tastenkombination.

Ansonsten, macht es aber auch unter KDE4 Freude mit dem Konqueor als Filemanager zu arbeiten, Dolphin ist einfach nicht mein Fall. Schnell noch der Werkzeugleiste die Buttons zum horizontalen und vertikalen Teilen und entfernen der aktuellen Ansicht hinzugefügt…

Buttons in der Konqueror Werkzeugleiste

…und schon lässt sich die Ansicht beliebig oft vertikal und horizontal splitten, wie im folgenden Bild unter _3_ zu sehen. Sehr praktisch zum kopieren,  verschieben und verlinken von Dateien und Verzeichnissen

KDE4 Konqueror
klicke auf das Bild für größere Ansicht

Werden es zu viel gesplittete Fenster, sind natürlich weiterhin Tabs möglich und auch zwischen diesen ist per ‚Drag and Drop‘ das Filemanagement wie erwähnt möglich. Quelle auf einen Tab ziehen, warten, bis sich dieser aktiviert und dort wieder über dem gewünschten Zielordner halten und warten, bzw. bei erreichtem Ziel los lassen. Diese Technik ist sicher den meisten bekannt, meines Wissens zuerst von Apple eingeführt und hörte dort auf den Namen ’spring loaded Folders‘. Inzwischen nichts neues mehr, aber gerade für Einsteiger immer wieder erwähnenswert und eine schöne Alternative zum Kontextmenü – basierten arbeiten oder die alt bekannten Tastenkombinationen zum auschneiden, kopieren und Einfügen. Und nur der Vollständigkeit halber: beim fallen lassen eines Objektes bietet ein Dialog auch hier die Wahl zwischen verschieben, kopieren, verknüpfen oder abbrechen der Aktion.

Ok ich schweife ab. Wie im nächsten Bild zu sehen _2_ , bietet KDE4 nicht nur die Tabs innerhalb von Anwendungen, sondern auch das tabben der Fenster selber. Probiere es doch mal. Greife einen Fenstertitel mit der mittleren Maustaste und zieh ihn auf einen anderen Fenstertitel. So kannst du Fenster recht platzsparend (z.B. thematisch) zusammenfassen und diese auch gemeinsam über den Desktop bewegen.

Irgendwann erschien nach demLogin wie aus dem nichts ein nichtssagendes Fenster

nach dem Login erschien plötzlich reproduzierbar ein soganannter Arbeitsflächencontainer
nichts sagendes Fenster "Arbeitsflächencontainer"

etwas aufgezogen das nichts sagende Fenster
wird das Fenster etwas aufgezogen, ist auch nicht mehr zu sehen, ausser der missglückte Versuch den Hintergrund dort neu zu rendern

Das Dumme war nur eben, beim Beenden des Fensters verschwand, ebenfalls reprodzuierbar, der Fenstermanager/Plasmaoberfläche/Desktopmanager/Panels. Übrig bleibt ein schwarzer Desktop…

Alt+F2
ermöglicht durch Direkteingabe den Start von Anwendungen und mehr

…der aber noch ermöglicht z.B. per [Alt+F2] Anwendungen zu starten.

Inzwischen ist das Probelm verschwunden, aber besser man fasse das Miniprogramm „Arbeitsfläche (Standard-Arbeitsflächen-Behälter)“ nicht an, bis man weiss, wofür es gedacht ist. Auch hier freue ich mich über entsprechendes Feeback.

Ein weiteres Problem. Beim Drücken des Powerknopfes meines Laptops sollte eigentlich dieser  Dialog erscheinen:

Dialog zum Abmelden, Neustarten oder Herunterfaren
Stattdessen fährt das System sang- und klanglos runter, ob dabei entsprechende Dateien noch gesichert und Anwendungen sauber beendet werden ist fraglich.
Lediglich das entsprechende Miniprogramm „Bildschirmsperre und Abmeldung aus KDE“, so es denn ins Panel eingefügt wurde, ermöglicht den entsprechenden Dialog.
Alle Einstellungen in der Energieverwaltung habe ich sicherheitshalber so eingestellt, dass beim betätigen der Powertaste genau dieser gewünschte Dialog erscheint. Aber erfolglos. An der Hardware wird es kaum liegen, schliesslich funktioniert Selbiges unter gnome tadellos.
@update: beim letzten Stammtisch von Ubuntu-berlin, wurde dieses problem auf einem ähnlichen Laptopmodell von Dell nachgestellt, dort funktioniert es wie gewünscht.

Besonders frohlockte ich mit der Ankündigung der kio für ftps. Meine Seiten liegen auf  Servern von HostEurope. Leider bietet das gebuchte Paket kein sftp, wohl aber ftps an und somit war der Filetransfer mit dem Konqueror immer nur unverschlüsselt möglich. Alternativen waren filezilla, kasablanca, fireftp (ein FTP Client als Addon für Firefox realisiert) und andere ftps-fähige Clients. (Kann Midnight Commander eigentlich ftps?). Nun aber bekam Konqueror eine entsprechende Schnittstelle….

Kein Login mit kio-ftps
Auch unter KDE4 klappt mit Konqueror kein Login per ftps

….und das Ergebnis ist bedauerlich.

Also neues Spiel neues Glück, die nächste KDE4 Version kommt bestimmt und wird es wert sein erneut getestet zu werden.

(K)rüße DxU

KDE 4 – Never ending Story

Ich habe ja seit der ersten Version von KDE4 (irgendwann 2008) immer wieder versucht mich damit anzufreunden. Nun im April 2008 erschien Ubuntu 8.04 LTS. Dazu gab es auch ein Kubuntu wahlweise noch mit KDE 3.5.irgendwas…. (wow die 3.5er serie gibt es laut diesem Wikieintrag schon seit fast 5 Jahren. Unglaublich) und alternativ das neue KDE4.0. Allerdings bekam diese Kubuntu diesmal nicht das Prädikat Long Term Support (LTS), aus nachvollziehbaren Gründen. Einerseits war KDE 3 ein Auslaufmodell und andererseits war KDE 4.0 eben noch lange nicht soweit LTS tauglich zu sein. Das wurde von Entwicklern auch unumwunden gesagt. Aussagen wie „KDE4.0 ist nicht KDE4“ und „KDE4.0 ist eine Entwicklerversion und nicht für Endanwender und Produktivsysteme gedacht“ (sinngemäße Wiedergabe) waren wiederholt zu lesen. Nun, es folgte Version auf Version, jedesmal, so habe ich es in Erinnerung, mit der Suggestion wenn nicht Versprechen, jetzt ein stabiles, Endanwender-taugliches KDE4 zu präsentieren. Aber Pustekuchen. Allen Behauptungen zum Trotz, konnte ich bisher noch kein dauerhaft stabiles KDE 4 entdecken. Ein upgrade von älteren Versionen ob nun von KDE3 oder aber innerhalb KDE4 egrab bei mir immer nur ein instabiles, wackeliges zum Teil unbrauchbares System. Abstürze, hängende Anwendungen und der nervige KDE-Crashmanager, ließen mich immer wieder an obige Sätze zu KDE4.0 erinnern. Es fühlte sich alles irgendwie wie in einem Debug-Modus an, aber nicht wie ein Produktivsystem. Ein falscher oder zu schneller Klick und Komponenten des Desktops straften sogleich. Wenige Konfigurationsversuche an der Oberfläche und das System schmierte ab. Der Anwender, so schien es, mußte sich nach dem System richten und nicht umgekehrt.

Stundenlang saß ich dann mit anderen Anwendern vor einem Kubuntu 9.10 und rätselte warum sich dieses oder jenes Tool so störrisch verhielt. Einen neuen Benutzer angelegt und somit „jungfräuliche“ user-speziefische Einstellungen hielten einem Test nur kurzweilig stand.

Im Gegensatz dazu, hier zuhause am Tower läuft noch immer ein Kubuntu 8.04 mit KDE3 inzwischen seit geraumer Zeit in Version 3.5.10. Kleine Ungereimtheiten, hängende Programme, seltene Abstürze, sowas kenne ich auch von anderen Systemen, ob nun  Gnome, Xfce oder eine andere Desktop-Umgebung, ob nun Ubuntu oder eine andere Distribution ob nun Linux oder ein anderes Betriebssystem, Fehler passieren überall und der größte Fehler sitzt oft vor dem Rechner und bedient selbigen 😉

Hinzu kommt bei meinem Produktivsystemn, viel eigene Bastelei, die nicht immer zu dessen Stabilität beitrugen, eine Menge Fremdquellen und natürlich massig Nicht-KDE-Anwendungen. Aber im Großen und Ganzen, kann ich mit dem System arbeiten, kann mich darauf verlassen und etwaige Fehler sind auch für mich nicht irreparabel.

Nun kam Kubunt 10.04 und mein Wagnis während der LinuxTage (ich berichtete). Wow, meine Skepsis wich schnell Bewunderung. Sollten es die KDE’ler wirklich geschafft haben. Das System funktioniert, es ist stabil, vielleicht weniger intuitiv alsKDE3 oder Gnome, dafür sehr verspielt, bringt es viele Features mit. Es zwingt zum Umdenken gerade mich als eingefleischten KDE3 Fan. Nicht alles gefällt mir, manches wirkt überladen, an so einigen Stellen fehlt noch der letzte Schliff, aber es gefällt mir und erstmal gewinne ich den Eindruck: Ja KDE4 ist auch für mich bereit.

Leider erschien schon nach der ersten Nutzung von KpackageKit wieder der verdammte Crashmanager

KPackageKit nach dem ersten Aufruf
gestartet , genutzt, beendet, ge-crashed

Aber hey, so schnell lasse ich mich ja nicht entmutigen.

Und da mir Kpackagekit eh noch nie zusagte, bzw. ich noch nichts besseres als Synaptic (ein Spitzen Tool!) gefunden habe, war das ruckzuck nachinstalliert.

Apropos KpackageKit, sicher ist es gewöhnungsbedürftig und sicher hat es auch seine Vorteile aber im Fortschrittsdialog der Button „Details“ verdient den Namen nicht

Fortschrittsanzeige
default

Fortschrittsanzeige
Details

Lediglich ein weiterer Balken erscheint, der hin- und herwandert und somit immerhin eine noch vorhandene Aktivität anzeigt. Hier hätte ich mehr erwartet, z.B ein Terminalausschnitt der aktuellen Abläufe, wie z.B. bei Synaptic.
Auch hier kann ich aber mit leben, die Entwickler werden sich schon was dabei gedacht haben.

Inzwischen bekam ich noch den Tipp, doch mal das aktuelle stabile KDE 4.4.4 aus dem PPA zu installieren, gesagt, getan, alles lief prima, alles ging glatt.

Sollte ich hier wirklich endlich den heiss ersehnten Nachfolger des stabilen, anwenderfreundlichen KDE 3.5.10 vor mir haben? Nun ich bin immer noch kein Freund von Dolphin, aber zum Glück verrichtet Konqueror nicht nur als Webbrowser sondern auch optional als Filemanager weiterhin seinen Dienst. Es gibt inzwischen sogar (wieder?) eine kio für ftps. Lange habe ich mich danach gesehnt, da mein Webhoster leider kein sftp wohl aber ftps anbietet, dieses aber bisher von KDE nur stiefmütterlich behandelt wurde.

Nachtrag: Dieses Posting lag aus Zeitgründen jetzt mehrere Wochen in meinem Dashboard und wartete auf Vollendung. Betrübt musste ich aber kurz nach diesen Zeilen feststellen, auch diese Installation von Kubuntu mit KDE4 ist in meinen Augen nicht als Produktivsystem geeignet. So verabschiedete sich irgendwann beim Neustart des System nach dem Login der Windowmanager komplett und ichhabe noch kien Möglichkeit gefunden, diesen zu reaktiviern. Alle Fenster haben somit keinen Rahmen und sind nicht managebar. Alle Desktop-Tools sind nicht mehr zu sehen, keine Kontrollleiste keine Arbeitsfläche, kein Wallpaper…nichts. Eine schwarze Oberfläche, sonst nix. Immerhin Alt+F2 ermöglicht noch Eingaben über krunner.

Bisher habe ich dafür keine Lösung gefunden. Als nächstes richte ich mal einen neuen User ein und prüfe, wie sich das System beim Login mit diesem verhält. Sicher war das nicht der letzte Versuch mit kde4. Aber ein weiterer Rückschlag.

Hinnfallen, wieder Aufstehen

Grüße DxU

Nachtrag 2: Obiger versuch mit einem neu eingerichteten User brachten auch kein Erfolg, auch da verhält sich der Desktop wie beschrieben.

Diese Woche brachte einen mehrseitigen Beitrag zum heiss erwarteten und nun wohl am 10.August endgültig erscheinenden KDE SC 4.5. Es klingt viel versprechend und weckt neue Hoffnung, dass auch bei mir endlich KDE4 rockt.

Vier wilde Linuxtage

Es ist kaum zu glauben, aber vom 9. bis 12. Juni fanden bereits zum 16. male die Linuxtage statt, wie in den letzten Jahren, auch diesmal auf dem Berliner Messegelände unterm Funkturm.

16. Linux-Tag auf dem Berliner Messegelände unterm Funkturm
Eingang Messehalle Messe Süd neben der Deutschlandhalle

Wie immer gab es vieles Interessantes zu sehen, spannende Vorträge, Talkrunden und Workshops und in so manchem persönlichem Gespräch wurde auch Wissen ganz direkt ausgetauscht.

Mittwoch morgens pünktlich 9 Uhr war ich am Eingang der Messehallen, noch mal tief Luft geholt und hinein ging’s in den Trubel.  Die Aussteller begannen ihr Werk und alles erwachte so allmählich. Ich schlenderte erstmal zwanglos durch die Hallen, sah bekannte Gesichter, konnte mich für kein Thema so recht entscheiden und setzte mich erstmal ins Hackcenter im Untergeschoss.

Bei meiner Neuinstallation von Ubuntu 10.04 am Laptop, Tage vor dem Event hielt ich vorsorglich eine 20GB Partition frei und installierte dann an diesem Morgen ein Kubuntu 10.04 mit KDE 4.3.4. Und schon kam ich mit einem KDE Anwender im Hackcenter ins Gespräch, eigentlich hatte er dort im LAN nur ein paar Probleme mit seinem DNS, aber schon bald, diskutierten wir über KDE und es war eigenartig, meine seit vielen Monaten bestehenden Vorbehalte zu KDE4  wurden schwächer und schwächer. Mag vielleicht auch an der reibungslosen Installation gelegen haben, aber ich erfuhr im Gespräch eben auch so einige Sachen die mich vorher schon fast zum verzweifeln an dieser Desktopumgebung gebracht haben, Stichwort Aktivitäten.

Aber dazu demnächst mehr hier im Blog.

Eine spannende offene Talkrunde gab es zum Thema Freifunk. Natürlich zeigte der Linuxtag wieder die bekannten Distributionen und Projekte und zu meinem Erstaunen zeigte sich diesmal selbst Microsoft als einer der Austeller.

Trotz Linuxtag gab es am Abend den allmonatlichen Stammtisch von Ubuntu Berlin in der c-base, bei strahlendem Sonnenschein natürlich endlich wieder draussen.

Donnerstag, ach erinnert mich nicht an Donnerstag, den Tag hab ich völlig vergeigt und nix geschafft.

Dann am Freitag nochmal nach der Arbeit ein paar Stunden auf dem Messegelände mit längeren Aufenthalten am Stand von kubuntu und der Klärung weiterer Rätsel rund um KDE sowie am Stand von Openstreetmap

Schliesslich endete der Linuxtag am Samstag mit einem zünftigen B.B.Q.,  ebenfalls ausgerichtet durch Ubuntu Berlin in der c-base mit reichlich durch Canonical gesponsortem Fleischigem und Nicht-Fleischigem.
Dafür auch mal ein kleines Dankeschön.

Fussballfreie Grüße DxU