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14
Jan

Casio Diary 16bit Software W2K und Virtualbox

Noch immer speichere ich meine persönlichen Daten zum Großteil auf meinem guten alten Diary (irgendwann Mitte bis Ende der 1990er)

Casio Digital Diarry SF-4980-ER

Allerdings ist Datensicherung dabei ein absolutes muss. Dafür habe ich mir schon damals in den neunzigern ein passendes Backup Kit geholt (genau genommen für ein Vorgängermodell, das mir dann aber bald kaputt gegangen ist) bestehend aus einem Kabel MiniKlinke-Serial und zwei Disketten mit der entsprechenden Backupsoftware, einmal für DOS und einmal für Win, beides noch in einer 16bit Version. Läuft auch bis XP noch ganz ordentlich, wenn auch 8.3 Namenskonvention beim Speichern der Backupdatei etwas altbacken wirkt, aber was solls JJJJMMDD.TWF ist aussagekräftig genug. Nun habe ich das Backup aber schon mindestens 1 1/2 Jahre vernachlässigt und vor mir hergeschoben. Einfach weil ich die alte 500 Mhz laut dröhnende, XP-Kiste einfach nicht mehr starten will.

Auf meinen anderen Rechnern aber läuft kein Windows (naja ok am Tower ist noch vom Rechnerkauf ein Vista, von dem ich aber garnicht mehr weiss ob es noch funktioniert und die olle 16bit Software lässt sich da auch nicht mehr einrichten) und ausserdem habe ich keine serielle Schnittstelle mehr an den Rechnern.

Nun letzteres Problem liess sich leicht mit einem RS232-USB Adapterkabel lösen. Angesteckt und lsusb meldet Bus 002 Device 006: ID 067b:2303 Prolific Technology, Inc. PL2303 Serial Port
Super!!!

Tja und dann? Passende Software gibts wohl auch irgendwie für Linux, aber wirklich komfortables habe ich da nicht gefunden (wer was kennt, gerne in die Kommentare)

Aber hey es gibt Virtualbox. Also installiert ein virtuelles W2K eingerichtet. Ganz zuerst Netzwerkkarte in der vbox ausgeschaltet, will ja nicht dass die Windose ins Netz schleicht. Nach einigem rumprobieren hab ich auch die richtigen Einstellungen für die Com Schnittstelle gefunden, so dass Virtualbox diese adaptierte am USB an den Gast weiterreicht

Virtualbox Konfiguration der Com1 vom USB Port

Gemeinsame Share eingerichtet, das auf dem Host einfach ein Verzeichnis…

Virtualbox Gemeinsamer Ordner

…und auf dem Gast als Netzlaufwerk eingebunden ist.

Darstellung Share am W2K Gast

Schliesslich,wurde das Disketten-Image (mangels echtem Diskettenlaufwerk mit dd erstellt) der 16bit Win Backupsoftware (SF-Interface) eingebunden, installiert, Diary und Software auf passenden Übertragungsmodus angepasst und schon lief das Backup, wie in alten Zeiten

Einer Nutzung des guten alten Casio steht also auch künftig nichts im Wege.Und solange mich kein Handy oder Smartphone überzeugt, meine Daten unterwegs genauso komfortabel wie das kleine graue Plastikteil bereit zu stellen, werde ich mich auch weiter darauf verlassen…

…jetzt auch mit dem guten Gefühl bei Verlust oder Defekt des Casio ein Backup stets zuhause auf Platte zu haben.

backup-Grüße DxU

 

P.S.

Ach ja es gibt eine etwas neuere auch 32bittige Software Xlink-Win, aber nur als Shareware oder als Vollversion für mehr als 20$, nicht lokalisiert, unschön designed, unübersichtlich und für mich derzeit unnötige Funktionen. Immerhin die Datenübertragung klappte auch damit.

XLink Win Shareware

Und eben noch gefunden DD-Link von einer ungarischen Softwareschmiede, sieht ganz nett aus.

So jetzt aber genug, SenderX ist kein Windows-Portal 😉

Bleibe ich beim alten, da weiss ich was ich hab 😉

 

P.P.S.

Wine als alternative Lösung habe ich recht schnell verworfen, weil wine einfach mit serieller Schnittstelle nicht klar kommt.

Gefallen hätte mir aber schon, einfach das Programm zu starten, statt immer erst eine VM zu booten.



3 Kommentare zu diesem Beitrag. to “Casio Diary 16bit Software W2K und Virtualbox”

  1. Markus sagt:

    So ein altes Schätzchen hab ich hier auch noch irgendwo rumliegen. Aber seit ich Smartphone-Besitzer bin, hab ich das Teil nicht mehr angeschaut. Meine Adressdaten und Termine landen in der Cloud, und stehen somit an allen Rechnern und am Smartphone immer mit aktuellstem Stand zur Verfügung.

    Nichts desto trotz ist die VirtualBox ein feines Stück Software, und die ein oder andere Hardware läuft nur an einer WinDOSe. So nutze ich z.B. meinen Bike-Computer in der VirtualBox an einem Windows XP.

  2. DxU sagt:

    Ich glaube auch, dass dasSchätzchen bei mir über kurz oder lang ausgedient haben wird, wenn ich ein Smartphone besitze und zufrieden bin. Sicher , seit ich Dienste, wie google Kalender und Handy Telefonbuch nutze (um jetzt mal nur 2 naheliegende zu erwähnen), wird die Priorität des Casio immer niedriger. Aber noch ist es mir ein wichtiger Begleiter. Aber es stammt eben noch aus den 90ern. Weder hatte ich da Laptop, noch war ich auf Arbeit und zuhause allways on. In Vor-DSL zeiten mit 56k Modems und Minutentarifen auch nachvollziehbar. Man merkt daran auch erst wieder , wie schnell sich das alles verändert hat.

    Allerdings, wenn ich lese „Meine Adressdaten und Termine landen in der Cloud,“ bekomme ich schon Bauchschmerzen. Wenn sie da auch liegen ist das ok, Aber lokale Ablagen sind für mich immer noch unverzichtbar. Sicher wird sich auch das irgendwann „normalisieren“ und alltäglich.

  3. Markus sagt:

    Klar, was „in der Cloud“ mit den Daten passiert, weiß man nie. Bei mir läuft es alles über Tante Gurgel: Kontakte sind in Google Mail eingetragen, werden über GContactSync mit Thunderbird/Icedove synchronisiert, und stehen so schon mal offline zur Verfügung. Auch das Smartphone legt beim Sync die Daten lokal ab, so dass ich auch ohne Online-Verbindung Zugriff auf die Adressen habe. Kontaktdaten sind somit an 4 Stellen abgelegt: Am PC, am Netbook, im Smartphone, und in der Cloud. Durch regelmäßigen, automatisierten Sync sind die Daten immer auf dem gleichen Stand.

    Bei den Terminen schauts etwas mau aus mit der lokalen Ablage, aber dafür gibts ja noch toten Baum…

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