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25
Aug

Camp an der Oberhavel

Heiße Tage im August im Ziegeleipark Mildenberg bei Zehdenick nördlich von Berlin in der Uckermark.

Vom 13. bis zum 17. August gabs hier das Chaos Communication Camp 2015. Für mich das erste mal und es war einfach der Hammer.

Früher wurden hier Ziegel für Berlin gebrannt und über die Havel in die Großstadt verschifft. Das ist lange her, aber glücklicherweise wurde vieles davon erhalten, restauriert und museal den Besuchern angeboten.

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Eines der Highlights sind die erhaltenen Ziegeleibahnen, mit denen früher Ziegel und Kohle befördert wurden, die heute und gerade auf dem Camp Gäste auf und um den Park fahren, mal in klassischen offenen Wagen, mal in umgebauten Loren, mal als Bar eingerichtet, mal mit bunten Bällen gefüllt, die der Nerd dann natürlich unbedingt sortieren will.

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Und nun verwandelte sich der Park in eine riesige Zelt- und Wohnwagen-Stadt. Alles sehr professionell und komfortabel, hell erleuchtet und kunterbunt.

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Natürlich war die Rakete, das Wahrzeichen jedes CC Congresses und Camps auf der zentralen Wiese gut ins Licht gesetzt.

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Mittwoch Abend kam ich mit meiner Honda, voll gepackt und viel zu spät, also im dunkeln an und musste erst mal meine Kollegen suchen.

Ach so ja, Kollegen haben mich gefragt ob ich mitkomme, danke „t“ und der Arbeitgeber hat das Ticket finanziert, auch hier nochmal ein fettes Dankeschön.

Irgendwann hatte ich dann meinen Platz, dank einer mitgebrachten 50 Meter Kabeltrommel und zwei Werkstattlampen, war der Zeltaufbau dann auch erträglich. Und kurz vor Mitternacht war dann alles soweit aufgebaut. „t“ hatte in seinem Wohnmobil einen gut gefüllten Kühlschrank und ich konnte es mir erst mal gemütlich machen und mit schmackhafter Mate von innen abkühlen.

Strom war glücklicherweise dank etlicher Aggregate ausreichend vorhanden, bei der Masse an Verbrauchern aber auch nötig, nicht nur die Kommunikationsnetze, Laptops, Beschallung – an jeder Ecke ein DJ – und Beleuchtung brauchten ja Saft. Nein, Kühlschränke, Kochplatten, Wasserkocher und !!Achtung!! kein Witz, Geschirrspüler und Klimaanlagen in Zelten wollen versorgt sein.

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Und natürlich, gabs auch überall WLAN und dank eines 10Gbit Uplinks waren hier auch tausende von Nerds mit der Außenwelt verbunden.

CCCamp 2015 (148)

Aber das war noch lange nicht alles mit Netzversorgung, es gab SIM Karten (die natürlich viel zu schnell ausverkauft waren) für ein eigenes GSM Netz und sogar DECT Telefone konnten auf dem Gelände angemeldet werden.

Also fürs nächste Camp schon mal auf die Merkliste

  • Shirt und Zipper rechtzeitig pre-ordern,
  • SIM Karte rechtzeitig holen
  • und DECT Telefon mitnehmen.

Ansonsten, gabs ein riesiges Lager, mit Cola, Mate, Bier (zu schnell alle) und Wasser, köstliches Essen, ob nun am Burgerstand, 5-6 Euro für einen echt großen Burger und irgendwann habe ich mich gefragt, wie die Mädels da das bei der Hitze ausgehalten und den ganzen Tag Burger gebraten haben. Danke euch, es war echt lecker.

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Oder Piroggen am polnischen Stand oder auch die Riesen Schnitzel mit Pommes oder Spätzle mit Linsen und Wiener (kannte ich so auch noch nicht) aus einem großen Community Zelt.

Tja nun war ich da, nach einem Spaziergang durchs Camp wollte ich dann doch irgendwann ins Zelt und schlafen. Sanitäre Anlagen waren ausreichend da, richtige Toiletten statt nur Dixi-Klo’s und Duschen gabs auch. Ich wusste nur nicht, ob da jetzt auch noch warmes Wasser raus kam.“Versuch macht kluch“, bei dem Wetter, wäre kaltes ja ok gewesen, aber denkste, erster Abend schwitzend unter der warmen Dusche, neeeeeinnnn. Naja dafür morgens leicht fröstelnd aus dem Zelt auf die warme Dusche gefreut, aber wieder vertippt, kalt, neeeeinnn. Ach Quatsch, zu hause dusche ich zum wach werden auch mal ganz gerne kalt, also alles ok.

Und es war soviel zu entdecken, zu bestaunen, anzuhören.

Da gabs den viel zu kleinen Teich, mit viel zu viel Grünzeug drin aber doch immer eine gute Abkühlung bei dem Wetter.

Da waren ein paar Baumgruppen auf dem Gelände, in einer davon hang eine Diskokugel, abends mit Licht bestrahlt und so wurde das kleine Wäldchen gefüllt von einem pulsierenden Sternenhimmel. Ein echter Blickfang und zwischen den Bäumen Hängematten, da liessen es sich so einige Campbesucher gut gehen.

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Für die Kinder gabs eine Duplo-Spielwiese, ein Tiergehege, mit Schweinen,
Schafen, Kaninchen, schliesslich waren viele Besucher mit der ganzen Familie da.

Auch die c-base war samt Aussenstation und Fernsehturm Antenne (im Maßstab 1:42) auf dem Gelände.

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In zwei großen und etlichen kleinen Zelthallen

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gabs Workshops und Vorträge, Podcasts wurden produziert und es wurde gebastelt, gelötet und geschraubt.

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Meine Highlights, waren der Vortrag von Anne Roth über den NSA-Untersuchungsausschuss und Linus Neumann sprach über „Politische Lösungen für technische Probleme“.

Ein Vortrag zum Thema „Ziviler Ungehorsam“ blieb mir auch in Erinnerung und natürlich am Eröffnungstag gabs anlässlich des 20 jährigen Jubiläums der c-base „Die Wahrheit über den Absturz – eine Transparenzoffensive“.
Hey wer schmunzelt da, alles ganz ernst 😉

Alles in Allem ein tolles Camp, hilfsbereite, freundliche, kompetente Leute, Party ohne Ende, oder wie Holgi es nannte, „Festival aber ohne Assis“.

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CCC Grüße DxU



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